Gaszähler digitalisieren

Man erinnere sich an den letzten Artikel zu dem Thema, als der Wasserzähler sein digitales update erhielt. Nun hängen noch weitere schöne analoge Verbrauchs-summierer der Stadtwerke im Keller. Für den Gaszähler kommt wieder eine ESP32-CAM mit ‚AI on the Edge‘ Software zum Einsatz. Die vom neuronalen Netz erkannten Zählerstände schickt der Rechenknecht via MQTT Protokoll zur Auswertung an den Zentralrechner von Zion. Einzig das Gehäuse zur Adaption musste selbst entworfen und gedruckt werden. Aufgrund von Reflektionen durch die ESP Lichtquelle sind zwei zusätzlich LED’s hinzu gekommen.

GameDev: Danger Dennis#3

Aktuelle sind zur Erzählung der Vorgeschichte vier Intro Bilder hinzu gekommen.

Bild 1: Hagen und Dennis vom VD Team sind wieder spät Abends am streamen, als Hagen plötzlich sehr Müde wird und keine Nerven Nahrung wie Popcorn oder Energie Drinks mehr da sind.

Bild2: Dennis läuft, weil es bereits so spät ist, in das nahegelegene Kino um einen Rieseneimer Popcorn und Energie Drinks zu kaufen

Bild3: Dennis beeilt sich um wieder nach Hause ins Studio zu kommen, wird dann aber plötzlich umgerissen, wodurch sich der Eimer mit dem Popcorn in der Umgebung Verteilt

Bild 4: Tja, da das Kino mittlerweile schon geschlossen ist muss Dennis jetzt wohl das PopCorn wieder einsammeln !!

Bilder Pixeln schön und gut, jetzt müssen sie noch in den Code eingebettet werden:
Das Anzeigen der Logos geschieht als erstes, dafür wird der Zeichensatz des Logos geladen. Die Intro Musik sowie das erste Bild ist schon im Speicher.
Sobald Bild 1 auf dem Bildschirm erscheint wird der Logo Font mit den Daten von Bild 2 überladen. Ab hier werden abwechselnd die Bilder in $C000 und** $2000** geladen und Angezeigt.

Der Bildschirm für den Scrolltext sowie auch der Text für den Scroller und der Font liegt ab $A000 , die Intro Musik bei $B000 . Beim Anzeigen der einzelnen Bilder gab es ein kleines Problemchen da jedes Bild eine eigene VicBank und damit einen eigenen Speicherbereich besitzt, die Farbdaten bei $D800 sich allerdings nicht ändern lassen. Das sah man immer kurz wenn die Farbdaten von einem zum anderen Bild kopiert wurden. Der Workaround ist derzeit ein kurzes Abschalten des Bildschirms, zugegeben nicht die eleganteste Methode aber funktioniert erst einmal.

Nach Bild 4 wird das Titelbild nach $C000 geladen, dann wird das Tileset aka. der ingame Font, Sprites und die ingame Musik nach geladen, diese liegen dann bei $1000, $2000 und** $3800**. Dann wird ein Textbildschirm eingeblendet um das Ladebild in den hohen Speicher nachzuladen ab *$C000* und die Menü Texte ab $A000.

Dann startet das Spiel im Menü, Ahuuu

Multipress Endgegner – Level 1

Der letzte grosse Maschinenbau-Endboss in der Werkstatt ist die Multipresse, bzw. ein hydraulischer Holzspalter welcher zu einer Multifunktionspresse umgebaut werden soll. Erste Bestrebungen das Gerät so zu modifizieren das es große Kunststoffteile zerkleinern kann waren schon mal von Erfolg gekrönt. Doch das größte Manko blieb erhalten, so ein Spalter funktioniert ab Werk manuell, man muss also irgend welche Hebel ziehen wenn man Lebenszeichen sehen will. Zeit für eine Semi-automatische Steuerung ! Erst mal alle Hand-Hebel demontieren, zurück bleibt ein Hydraulikventil mit einem kleinen Pin, dessen Position primär verantwortlich für den Bewegungsablauf ist. Die Aufgabe reduziert sich also auf das automatische herein und herausfahren des Pins. Doch leichter gesagt als getan, der Nippel am Busen der Bewegung sitzt relativ fest in seinem Nest, weswegen ein erster Versuch mit einem NEMA23 Motor mangels ausreichendem Drehmoment fehlschlug. Grössere Geschütze in Form eines Getriebemotor mussten her. Doch auch dieser versagte bei dem Versuch Exkalibur aus dem Stein zu ziehen. Zeit für die Dicke Berta, dem Motor wird noch mal eine Getriebestufe nachgeschaltet, für maximales Drehmoment. Siehe da, das Ventil lässt sich ansteuern. Perfekt. Zumindest fast perfekt, kleiner Nachteil bei der Lösung ist die Ansprechzeit, da aufgrund der Gesetzte der Mechanik viele Motorumdrehungen in einem kleinen Hub resultieren. Für unsere Anwendung ist die Lösung jedoch erst mal ausreichend. Zumal das Gebilde komplett aus Restmaterial und Überbleibseln von anderen Projekten gefertigt wurde.

TSA @ Evoke

Die diesjährige Demoscene-Party Evoke begeisterte mit einer spektakulären Drohnenshow, dem herzlichen Wiedersehen von Freunden und alten Bekannten sowie zahlreichen beeindruckenden Beiträgen rund um digitale Künste. Das TSA-Team konnte sich über zwei Spitzenplatzierungen freuen: Das C64-Spiel Beer Rescue von Epyx und die 2D-Animation Traumzeit von Amitac sicherten sich jeweils den ersten Platz in ihrer Kategorie. Für die Preisverleihung sponserte DJ N-4ceR Vinylplatten des aktuellen Albums. Insgesamt war die Veranstaltung wieder ein voller Erfolg – wir freuen uns auf das nächste Jahr!

Review – Work @Projects

Während der Projektsession herrscht lebhaftes Treiben. Auf der großen Werkbank montiert und testet unser neues Vereinsmitglied maka36 Zykloidgetriebe . Ein paar Schritte weiter, an der Ständerbohrmaschine, baut Don an einem Antrieb für die Automatisierung der Hydraulikpresse. Direkt daneben bringt Amitac an der Drehbank Getriebeeinsätze präzise auf Maß. Auch wenn es auf den ersten Blick nach Arbeit aussieht, gemeinschaftlich an Projekten Arbeiten, sich über den Fortschritt austauschen und Ergebnisse diskutieren macht tatsächlich mega Laune. Nach getaner Arbeit freut sich die Crew, das eigene Projekt wieder ein Stück nach vorne gebracht zu haben und belohnt sich mit ein paar entspannten Runden an den Retrokonsolen und leckerem Grillgut.

Open Lab / RecyclingCafe Review

Feucht fröhlicher Open Lab Termin an dem unser neues Vereinsmitglied einige schöne Ausstellungsstücke mitbrachte. El Diablo, eine selbst entworfene 3D Figur welche über 3D Druck manifestiert wurde und auf einem, ebenfalls selbst gefertigten, Unterstand thront. Die Stacheln sind eigens für das Model aus Harz gegossen. Sehr professionell und Detailgetreu wie die Crew fand. Nach dem Bestaunen ging es dann an die Reinigung von alten Konsolen, diesmal nicht als Miniversion, sondern im Original. Die Gehäuse hatte über die Jahre etwas Schmutz angenommen. Im laufe des Tages ging die Besatzung dann zum normalen Makerspace betrieb über, durch das Testen am Schredder ist viel Rohmaterial angefallen welches nun peu a peu in Platten verwandelt wird. An Maschinen, speziell dem Hydraulikantrieb wurde ebenfalls geschraubt und sich natürlich mit Grillgut und einigen Runden Retrogames belohnt.

GameDev: Danger Dennis #2

Endlich haben wir unsere eigene Musik im Spiel! Skyrunner hat sich an die Tasten gesetzt und die ersten Versionen eines Menü-Themes, eines In-Game-Tracks und eines hight-intensity-tune für die letzten 10 Sekunden vor Ablauf der Zeit zusammengestellt. Darüber hinaus gibt es Jingles für den Spielstart, das Erreichen eines neuen Levels, das Spielende und den Verlust eines Lebens. Wir haben eine neue Animation für den Schild hinzugefügt: Wenn er leer ist, blinkt er nur noch, verliert aber auch seine Animation und seinen Farbzyklus. Das ist ein klares visuelles Signal dafür, dass du nicht mehr geschützt bist. Außerdem ertönt, wie erwähnt, 10 Sekunden vor Ablauf der Zeit ein hektischer Warnton, um den Spieler daran zu erinnern, sich zu beeilen. Bevor der Spielecharakter durch die Tür verschwindet , winkt er kurz. Es gibt jetzt insgesamt 7 Level! Das Gimmick mittels Editor von Nutzer erstellte Level einzubauen ist in Planung.

Außerdem wird eine Vorschauversion unseres Spiels, die jeder spielen kann, auf der Cover-CD der nächsten Ausgabe des ZZapp64-Magazins enthalten sein.

Wasserzähler digitalisieren

Im Keller hängt eine schöne runde Meßuhr der Wuppertaler Stadtwerke welche kontinuierlich den Zustrom des flüssigen Nasses in das heimische Leitungssystem taxiert. Wäre es nicht wundervoll den Messwert in das Heimautomatisierungs- Dashboard integrieren zu können ? Diesen Gedankengang hatten auch schon Andere, deshalb muss man in der Sache das Rad auch nicht neu erfinden. Das Zauberwort heisst: AI-on-the-Edge. Bei dem Projekt wurde ein ESP32 mit einer Kamera kombiniert und das Elektronenhirn mit einem sehr kompakten neuronalen Netz programmiert, welches ausreicht um auf dem Kamerabild Zählerstände interpretieren zu können. Einrichten und Bedienen lässt sich das Ganze unter Ausnutzung des ESP eigenen WifiChip welcher nach dem Verbinden mit einem AcessPoint einen Webserver aufspannt und somit einfach über Wlan mittels Web-Browser eine Beutzerseite anzeigt. Riesiger Leistungsumfang wenn man die begrenzten Ressourcen des Platinenrechners bedenkt. Naja, jedefalls benötigt man zu seinem Glück noch einen Adapter um ‚der Gerät‘ über dem Wasserzähler zu platzieren. Auch an der Stelle gibt es vorgefertigte Dateien welche man direkt an den 3D Drucker verfüttern kann. Danach alles montieren, sich anschließend mit einem Bierchen für anderer Leut‘ Arbeit belohnen und den Datenstrom aufs Dashboard leiten. MEGA

RecyclingCafe: Umbau Extruderlinie

Die Extruderlinie wird mobiler. Der Extruder an sich bekommt ein rollbares Untergestell aus übrig gebliebenen Profilen. Das vormals verwendete Blechregal weicht dem Creform des armen Mannes, Holzregalen auf Rollen. Damit lässt sich die Anlage bei Bedarf schnell und variabel aufstellen. Etwas nachteilig ist die Tatsache das man nun erst mal wieder alles neu verdrahten und einstellen muss. Insgesamt aber vorteilhaft für unsere Recycling-Ecke.

Custom Job – Klimaanlage

Ein überraschender Besuch bei Snowman im Outpost „Ice Cave“ von Engine5, der Zuhause ziemlich schwitzte, weil die mobile Klimaanlage mehr Zuwendung brauchte als erwartet. Die Schläuche für Zuluft und Abluft ließen sich nicht ordentlich befestigen, was dazu führte, das man regelmäßig korrigierend eingreifen musste. Das Malheur musste behoben werden ! Dazu filigran die Maße der mobilen Klimaanlage abgenommen und flux ein 15cm Schlauchadapter mit Deckel im CAD entworfen, soll sich während der Wintermonate in den Löchern doch kein Staub ansammeln. Beim zweiten Besuch waren die Teile aus PETG bereits fertig gedruckt. Große Freude kam auf, als Sie im warmen Heim die Schläuche mit Silikon in den Adapter klebten. Die nun effizientere Klimaanlage versah umgehend ihren kühlenden Dienst. Unser Feel good Manager Engine5 dankte dem Konstrukteur Snowman seinen Einsatz mit der Übertragung von 30 Credits.

TSA – BOOM!Party 2025 | C64 Demo | Spliff Rider

Eigentlich von Epyx als kleiner Compo Filler geplant ist das Projekt schnell eskaliert. Snowman klingt sich ein und arbeitet an den Schrift-Sprites, Skyrunner komponiert die Musik und wünscht sich das Thema Reggae, woraufhin thematisch passende Bilder gepixelt und animiert werden. Die restliche Crew steuert Scrolltexte bei. Nach ein paar Tagen hat das Team ein schönes C64 Demo gezaubert. Dehh-mo, seen? Give thanks fi di design, mon.

Grill & Chill – Birthday Edition

Am Wallfahrtsort des Makertums zelebrierten Bastler, Coder und Visionäre in ausgelassener Runde das alljährliche Geburtstagsevent des zweiten großen Vorsitzenden. Auf dem kargen Werkstattgelände erstrahlte der Makerspace als Bastion der Gemeinschaft. LEDs tauchten den Raum in warmes Licht, während Beats aus den alten Lautsprechern die Menge massierten. Die Tafel bog sich unter liebevoll zubereitetem Genuss: Anis Destillat, vergorener Gerstensaft, duftendes, mit Liebe gefertigtes Gebäck sowie cremiges Tiramisu, saftiges Grillgut und eine erlesen Auswahl aus dem Kräutergarten. Zwischen dem wilden Partytrubel fanden die Feierwilligen bei Kultspielen wie Solaris oder Mario-Kart an einer der Retro-Konsolen Entspannung, während Gelächter und Jubel durch den Raum schallten. Möge der alte Daimler ewig weiterlaufen.

Konsolidierung

Die integration der retro Minikonsolen in den 10Vorne Bereich des Makerspace schreitet voran. Im Regal lagen noch drei alte Monitore die sich mit einem Metallwinkel relativ einfach unter dem Fenster befestigen ließen. Dann noch Kabeldurchführungen in den Tisch gebohrt und schon ist das Nest für den C64, Atari Mini und Sega Megadrive bereit. Das Mediengestell ebenfalls leicht modifiziert, die Ablagefläche nach unten versetzt und an Front sowie Rückseite jeweils 1 zusätzlichen Fernseher montiert. Der Amiga 500 und der NES schmiegen sich sanft in ihr neues Gemach. Flankiert wird das Ganze mit einem Boxenpaar inklusive Verstärker. Die Halterungen der Konsolen sind 3D Druck, das Mediengestell aus alten Serverprofilen, die Monitore lagen noch in der Werkstatt rum und Fernseher sowie Hifi Anlage wurden sehr günstig gebraucht geschossen. Also mal wieder ne maximal low cost Lösung. Für die Werkstatt reichts 🙂

Druck dich kühl

Projektfortsetzung zur Vermeidung des Durchgarens im Dachgeschoss. Wir erinnern uns, im ersten Step wurde ein Wanddurchbruch für die warme Abluft des Klimageräts gesetzt. Dies brachte schon mal eine angenehme Raumtemperatur, allerdings mit dem Nebeneffekt einer gewissen Geräuschemission. Warum also nicht gleich ‚der Gerät‘ in die angrenzende Kammer hinter der Wand verfrachten und statt warme Luft raus, nun kalte Luft hereinblasen. Die einzige Hürde bei dem Vorhaben, an der Front des Klimageräts ist kein Schlauchstutzen vorhanden. Also den Meßschieber aus der Schublade gekramt und die Messwerte in ein digitales Model übertragen, mit hilfe dessen sich nach einiger Zeit im 3D Drucker ein Anschlußstück manifestiert. Montiert, Schlauch angeschlossen und schon erfüllt wohltuende kalte Luft den Raum.

AOL dial-up handshake

Na, wer erinnert sich noch an den AOL Handshake bei der Einwahl in den Zentralrechner von Zion mittels Telefonleitung und Modem ? Den Tracker angeschmissen und den Dial-Up mit Drum & Base unterlegt, so lässt sich die inneren musikalische Kreativität zum Ausdruck bringen. Veröffentlicht wurde der Track von Jüngling mickaleus auf der diesjährigen black valley party

Der Amiga 500: Pixelzauberer und Kultklassiker der 80er

Ein Name, der Nostalgikerherzen höherschlagen lässt wie ein SID-Chip in voller Lautstärke! Als Commodore 1987 dieses Wunderwerk der Technik auf die Welt losließ, war es, als hätte jemand die Zukunft in ein cremefarbenes Gehäuse mit Tastatur gepackt. Mit seinen 512 KB RAM (ja, Kilobyte!) und dem mächtigen Motorola 68000-Prozessor war der Amiga 500 der Rockstar der Heimcomputer. Wer braucht schon einen PC, wenn man einen Amiga hat, der Spiele, Demos und Musik in einer Farbenpracht aus 4096 Tönen auf den Bildschirm zaubert?

Der Amiga war mehr als ein Computer – er war ein Lebensgefühl. Samstagnachmittage verbrachte man damit, Floppydisks mit Lemmings oder Turrican zu füttern, während der Diskettenlaufwerk-Sound wie ein Traktor durchs Kinderzimmer tuckerte. Der Joystick wurde zum treuen Begleiter, auch wenn er nach stundenlangem Speedball 2 fast in der Hand zerbröselte. Und wer erinnert sich nicht an die legendäre Workbench? Blau, funktional und mit einem Hauch von „Ich bin ein Profi“-Flair – selbst wenn man nur Paint-ähnliche Kunstwerke in Deluxe Paint malte.

Was den Amiga 500 so besonders machte, war seine Vielseitigkeit. Spiele? Klar, Shadow of the Beast ließ Augen blitzen und Ohren staunen. Musik? Tracker-Software wie ProTracker machte jeden Teenager zum Bedroom-DJ. Und die Demoszene! Oh, diese Demos! Bunte Sinuswellen, rotierende 3D-Würfel und Effekte, die man einem 7-MHz-Rechner nie zugetraut hätte. Der Amiga war der Beweis: Man braucht kein NASA-Budget, um Magie zu schaffen.Heute? Der Amiga 500 ist ein Relikt, das in Vitrinen oder auf Retro-Messen glänzt. Manche basteln noch an ihren Geräten, erweitern sie mit SD-Karten-Adaptern oder HDMI-Ausgängen, als wollten sie sagen: „Alter, ich bin immer noch cool!“ Und das ist er. Der Amiga 500 war nicht nur Technik – er war ein Tor zu einer Ära, in der man mit einer Diskette und einem Traum die Welt erobern konnte. Also, Staub wischen, Diskette einlegen und ab in die 80er! Eine Retro Mini Version der Legende steht im Makerspace für Zeitreisen bereit !

Retro Konsolen

Der zweite große Vorsitzende hegt eine etwas kurios anmutende Leidenschaft. Er sammelt Miniaturausgaben alter Spielekonsolen. Aus Platzgründen lagern davon sogar relativ viele in der Werkstatt. Schön ausgestellt wird von Zeit zu Zeit eine aus der Verpackung genommen, angespielt, um danach wieder fein säuberlich verstaut zu werden. Nun sind wir ja eher ein Makerspace statt eines Museum, daher dauerte es nicht lange bis die Idee aufkeimte die Replikas praktisch nutzbar zu machen, statt nur zu bestaunen. Wie wäre es, die Geräte direkt einsatzbereit vor einem Bildsichtgerät anspielen zu können ? Dies, hätte einen Hauch von Spielhallen-Flair, wäre aber trotzdem irgendwie knorke. Daher, liebe Gemeinde, wurde der erste Schritt begangen und mit der Anfertigung von Tisch-Stationen begonnen……

Neue Sachspenden

Die Werkstatt erblüht erneut als Zufluchtsort für Gebrauchtartikel, welche in ihrer zweiten Lebenshälfte neue Bestimmung finden. Eine milde Gabe erreichte uns in Form von großen Regalen aus einer Haushaltsauflösung, welche zukünftig als praktische Raumtrenner dienen. Zudem fand ein ausgedientes aber neuwertiges Grillbesteck den Weg in die heiligen Hallen, perfekt für unsere Grillleidenschaft. Die Möglichkeit zur Erzeugung von Schalldruck verbessert sich zukünftig durch Standlautsprecher und einen Verstärker. Sehr schön, besten Dank an die edlen Spender.

Schallplatten Produktion DJ N-4ceR & TSA Friends

Durch Hitze geformte Vinylrohlinge erhalten unter Pressdruck ihr Prägemuster des Master-Stempel. In den Rillen, codiert durch mikroskopische Erhebungen und Täler, ein musikalisches Kunstwerk, feinstes kreatives Liedgut. Eine zarte Nadel liste die Spuren aus, verwandelt sie in Klang und berührt die Seele der Hörer.

6040 Fräse – neue Wasserpumpe

Der nächste 6040 Umbau, diesmal zieht Don nach und tauscht die laute Membranpumpe gegen eine kleine Tauchpumpe. Allerdings verträgt der neue Wasserschöpfer nur 12V DC statt volle Netzspannung. Daher war der erste Ansatz sich einfach an die entsprechenden Ausgänge der Steuerung anzuzecken, doch der onBoard DCDC Wandler streckte im Dauerbetrieb die Gliedmaßen von sich. Zum Glück lag noch ein kleines 12V Netzteil in der Ecke welches perfekt in den Bauraum der Steuerung passte. Zwei drei Käbelchen umgeklemmt und schon gings los. Die nächste Hürde war dann noch der Durchmesser des Pumpenanschluss zu dem der Wasserschläuche. An der Stelle schaffte eine kleiner Adapter aus dem Drucker Abhilfe. Ansonsten kam bei diesem Umbau auch wieder ein Kanister als Vorratsbehälter zum Einsatz, allerdings nicht mit schöner Leitungsdurchführung sondern mit einer einfachen Kabelverschraubung. Naja, Hautpsache läuft.

Vaddertach 25

Die Welt war still, nur das Knistern der alten Neonröhre im Makerspace durchbrach die Dunkelheit. Die letzten Bastler saßen zwischen verstaubten 3D-Druckern und rostigen Werkbänken. Draußen heulte der Wind durch die Ruinen der Stadt, in der einst Lachen und Motorengeräusche erklangen. Die Batterien fast leer verbanden zitternde Hände die letzten Zellen mit dem Schaltkreis. Ein Funke, ein Flackern – dann erstrahlte das Licht durch die matte Fensterfront. Ein Leuchtfeuer das Überlebende anlocken soll.

Die Bastler lächelten schwach. Vielleicht würde niemand kommen. Vielleicht waren sie die Letzten. Doch das Licht brannte, ein stummer Ruf in die Nacht. Das Knistern der Röhre wie ein altes Lied, in dieser zerstörten Welt war ein Funke genug.

Und tatsächlich, nach Stunden durchschnitten Scheinwerfer die Finsternis. Feierwillige strömten herbei, kredenzten Brahminfleisch, Radaway und Nuka-Cola als Gastgeschenke. Mit einer neuen Fusionsbatterie erwachten die Maschinen des Makerspace zum Leben. Eifrig wurde an einem flackernden Terminal ein Partyscroller gecoded. Die Musikbox sprang an, alte Klassiker erfüllten den Raum, und die Gemeinschaft schwang im Takt – die Bastion der Hoffnung in der Dunkelheit.

RepairCafe: Lampenschirm

Im Königreich Oberbarmen schleppte der Stallknecht Gernot eine zersplitterte Stehlampe in die Taverne „Zum Silbernen Makerspace“. Beim Staubsaugen hatte sein Hausdrache die Leuchte mit seinem Schweif umgestoßen. Doch Hagen, der Waffenmeister von Burgund, wirkte in seiner Alchemistenwerkstatt ein Wunder: Mit seiner dreidimensionalen Druckmaschine, einem Zaubergerät im Geiste Gutenbergs, formte er aus schimmerndem Polymer einen neuen, filigranen Leuchtschirm. Bald erstrahlte die Taverne wieder in goldenem Glanz, und Oberbarmen pries Hagens Kunst.