Atari 400 – Der Einstiegs-Homecomputer von 1979

1979, Star Wars ist gerade zwei Jahre alt, Disco noch nicht ganz tot und Atari bringt den Atari 400 als günstigeres Modell neben dem Atari 800 auf den Markt. Ziel war es, einen erschwinglichen Homecomputer vor allem für Familien und jüngere Nutzer anzubieten. Charakteristisch war die flache Membran-Tastatur, die vollständig versiegelt und damit spritzwassergeschützt war. Sie sollte robust gegenüber Kindern und Getränken sein, bot jedoch nur minimalen Tastenhub und kein taktiles Feedback. Spätere Modelle mit richtiger Folientastatur waren etwas komfortabler. Der Anschluss an das Fernsehgerät erfolgte über einen RF-Modulator, was oft zu mäßiger Bildqualität führte. Mit Cartridge-Modulen oder Kassettenlaufwerk (Atari 410) ließen sich Programme und Spiele laden. Trotz der technischen Einschränkungen gilt die Atari-400/800-Serie als eine der einflussreichsten 8-Bit-Plattformen. Sie bot bereits 1979 fortschrittliche Grafik- und Soundfähigkeiten und eine große Spielebibliothek. Der Atari 400 war kein reines Spielgerät, sondern ein echter Computer mit BASIC im ROM und Erweiterungsmöglichkeiten – ein Konzept, das damals noch neu war. Heute wird er vor allem von Retro-Enthusiasten geschätzt und ist in Form der THE400 Mini wieder erhältlich. Ein Exemplar steht im Retro-Bereich der Werkstatt zum anspielen bereit.